Brutperiode der Blau- und Kohlmeisen

Wenn das Blaumeisen-Weibchen die ersten Eier legt, hört das Männchen auf zu singen. Auf dieser Homepage erfahren Sie an entsprechenden Stellen, das Blaumeisen Polygamie betreiben und deshalb das Männchen weitersingt, um ein zweites Weibchen anzulocken.

Kohlmeisenmännchen singen während der Eiablage und dem Brutbeginn weiter. Gründe dafür könnten sein, dass das Männchen versucht nach Aufzucht der ersten Brut weitere - eine sogenannte Zweitbrut - aufziehen zu wollen.

Deshalb versucht das Kohlmeisen-Männchen das Revier den ganzen Sommer zu behaupten, um das Weibchen für eine Zweitbrut zu animieren. Nach dem Legen der eier beginnt das Weibchen mit dem Brüten. Die Körperwärme des Weibchen ist unbedingt erforderlich damit sich die Eier entwickeln. Während des Brütens bekommt das Weibchen am Vorderbauch einen sogenannten Brutfleck, eine federlose Stelle an der die Haut durch starke Durchblutung ausgesprochen warm ist.

Mit dem Brüten beginnt das Weibchen erst wenn alle Eier gelegt sind. Zuerst wärmt sie die Eier in einer halbstündigen Ausruhephase, in der Nacht dürfen die Eier nicht am Brutfleck anliegen, dann brütet sie die ganze Nacht und am zweiten Tag schließlich ganztägig. Zwei Wochen werden die Eier bebrütet, eine Zeit, in der das Weibchen höchsten drei Stunden vom Brüten Abstand nimmt, um Futter zu suchen.

Auch das Männchen füttert seine Partnerin in der Brutzeit. Vor allem am Morgen kommt es im Abstand von wenigen Minuten zum Nest, tagsüber füttert er aber seltener.

Ist das Weibchen spät mit der Eiablage dran, beginnt es schon zu brüten bevor alle Eier gelegt sind. Dann schlüpfen die Jungen verteilt über mehrere Tage. Die Erstgeborenen haben dann die größten Chancen, die Nachzügler sind dann in ihrer entwicklung ziemlich hinterher.

Ein Vogelembryo bestreitet im Ei eine Entwicklung wie sie bereits vor 300 Millionen Jahren durchlaufen wurde. Im entstehenden Vogelleben erkennt man heute noch die Spuren der Fischeltern, von denen auch wir Menschen einst entstanden sind. Ja, es geht sogar noch weiter zurück bis zu den gegliederten Vorgägern der Wirbeltiere.
Im Frühstadium unserer embryonalen Entwicklung, eine Zeit, in der sich noch kein Skelett entwickelt hat, haben wir ein Aussehen ähnlich eines Zylinders. Auf der Innenseite befinden sich die Zellen aus denen die Federn und das Nervensystem sich entwickeln. Eine dritte Schicht von Zellen liegen zwischen einer inneren und äußeren Zellschicht aus denen sich die Muskeln und das Skelett bilden.

Ziemlich am Ende des Zylinders entsteht der Kopfbereich mit kleinen Schwellungen für die Kiemenbögen, wie die der Fische. Am Kopf sind die Ohrknöchel, Nerven und Adern in anatomischen Details angeordnet. Bei den Gliedern, die wachsen, entsprechen die Flügel den Knochen, die an den Flossenfüßen der Fische saßen. Diese Fische waren es, die später an Land krochen und aus denen die ersten Landwirbeltiere entstanden.