Die Nahrung der Blaumeisen und Kohlmeisen - Raupen, Spinnen, Insekten ...

Nahrung der Jungen

Nahrhafte Schmetterlingsraupen sind priorisierte Nahrung der Jungen. Deshalb ist das Brutverhalten der Meisen so abgestimmt, dass genau zum Höhepunkt, wenn also das Raupenangebot am höchsten ist, die Jungen schlüpfen.

Zum Zeitpunkt des Schlüpfens wiegen die Jungen der Kohlmeisen 1,3 Gramm. Am Tag wenn sie das Nest verlassen, muss sich ihr Gewicht um das 15-fache gesteigert haben.

Also müssen die Eltern innerhalb von drei Wochen, also so lange wie die Jungen im Nest bleiben, 10.000 Raupen zu den Jungen transportieren. Bei jedem Flug haben sie nur ein einziges Insekt im Schnabel - was für eine Leistung der kleinen Meiseneltern.

Im Vorsommer finden die Vögel die meisten Raupen im Laubwald. Aber Kohlmeisen leben auch in Gebieten, wo immergrüne Nadelbäume dominant sind. Dort gibt es zwar weniger Raupen, aber ein gleichmäßigeres Nahrungsangebot.

Insekten, die den Jungen gefüttert werden, sind Raupen, Spinnen, Motten und Insekten mit Flügeln. Spinnen bilden in den ersten fünf bis sechs Tagen den Jungen eine Art Haupnahrung. Denn in Spinnen ist mehr Taurin enthalten als in Schmetterlingsraupen, ein Wirkstoff, der bei vielen Tieren die Entwicklung des Gehirns fördert.

Auch in Energy Trinks für den Menschen ist Taurin enthalten, denn es soll die Konzentration fördern und die Leistungsfähigkeit steigern.

Schnell wachsen die Jungen heran und benötigen ebenso wie der Mensch für den Knochenbau Kalzium, den die Meiseneltern in Form von Schneckenhäusern ins Nest bringen.

Da Vögel keine Zähne haben, versorgen die Meiseneltern ihre Jungen mit Sandkönern, die sie zur Verdauung brauchen. Diese Sandkörner werden im verstärkten Teil des Verdauungstrakts - dem sogenannten Kaumagen - benötigt, um die Nahrung zu zermahlen.

Erst besteht die Nahrung aus kleinen Tieren, dessen Größe sich bereits in den ersten fünf Tagen steigert. Bei größeren oder ausgewachsenen Insekten werden oft die Beine und die Flügel von den Meiseneltern entfernt.

Im Laufe der Tage betteln die Jungen mit immer tieferen Lauten, auch die Spinnen und Schmetterlinge werden immer größer, die verfüttert werden.